Eine stolze Burg – Zeugin reicher Geschichte

Burg Hohenberg a. d. Eger ist die am besten erhaltenste Burganlage im Fichtelgebirge. Sie wurde 1170 – 1222 zum Schutz der alten Handelsstraße, die von Osten kommend über die Stadt Eger (Cheb) an Hohenberg vorbei führte, erbaut.Burg_von_oben

Die reisenden Kaufleute waren allerlei gefahren ausgesetzt, die ihnen unter anderem auch von Raubrittern drohten, die von der Burg Neuhaus aus ihr Unwesen trieben. Ruhe kehrte erst ein, nachdem die Störenfriede samt ihrer Burg vernichtet wurden. Heute ist Neuhaus ein herrlich gelegener, friedlicher Ortsteil von Hohenberg.

Die Burganlage bildet ein Sechseck mit drei runden und zwei eckigen Türmen sowie der Vorburg. Auch der Wehrgang ist teilweise erhalten. Im Burghof steht das Fürstenhaus von 1666 (ehemaliges märkgräfliches Jagdschloss). Vier steinerne Säulen – heute vor der Burg aufgestellt – künden vom einst „Freien Berg“. Sie gewährten Verfolgten Asyl und fairen Prozess.

Das alte Gemäuer hätte noch viel zu erzählen vom Einfall der Hussiten, der grausamen Zeit des 30-jährigen Krieges bis zur Bombadierung im Zweiten Weltkrieg. Doch genießen Sie lieber die traumhafte Aussicht vom Felsenturm bis weit ins tschechische Egerland hinein.

Heute bietet die Burg Hohenberg Raum für grenzüberschreitende Seminare mit Blick auf das Europa von Morgen. „Modernen Rittern“ schenkt sie für das traditionsreiche „Hohenberger Ritterfest“ ein stilechtes Ambiente.

In den wehrhaften Mauern der alten „Veste Hohenberg“ hat das Sudetendeutsche Sozial- und Bildungswerk bereits im Jahr 1955 eine Jugendherberge und ein Schullandheim eingerichtet. Später kam dann noch die Ökologische Bildungsstätte hinzu.

Seit 01.01.2015 werden Jugendherberge und Schullandheim durch „Learning Campus“ verwaltet.

Tausende von jungen Menschen verbringen jedes Jahr hier ihre Freizeit, machen aus der markgräflichen Wehranlage einen Ort internationaler Begegnung und sorgen für Leben in der altehrwürdigen Anlage.

Im grünen Kranz, der sich um das alte Sechsämterstädtchen zieht, findet auch der Weißstorch, der seit Jahrzehnten auf der Burg nistet, optimale Lebensbedingungen vor. Nahe gelegene Natur- und Landschaftsschutzgebiete und angelegte Biotope decken seinen Bedarf. Im ehemaligen tschechischen Grenzstreifen konnten sich Fauna und Flora ungestört ausbreiten. Nicht zuletzt deshalb wurde auf der Burg eine ökologische Bildungsstätte eingerichtet.

storchenbild… wo der Weißstorch nistet, ist die Natur noch in Ordnung!“