Frau Kazuko und Herr Aaron Yamakawa haben aufgrund einer jahrzehntelangen Geschäftsbeziehung die Produkte der in Hohenberg ansässigen Firma Feiler mit großem Erfolg in Japan vermarktet. Für ihr Lebenswerk wurde Frau Kazuko Yamakawa im Jahre 2002 die Ehrenmedaille der Stadt Hohenberg a. d. Eger und zum Spatenstich am 12.03.2016 der Goldene Ehrenring verliehen.

www.yamakawa-seniorenhaus.de

Nach dem Tod ihres Mannes Aaron hat Kazuko Yamakawa der Stadt Hohenberg a. d. Eger für die Errichtung eines Seniorenhauses ein Grundstockvermögen in Höhe von rd. 3,5 Mio. € gestiftet. Das Seniorenhaus soll eine ‚Lebenserleichterung‘ für Seniorinnen und Senioren bringen und zugleich Raum bieten für Kommunikation und Begegnung zwischen Alt und Jung. Die grundlegende Vision der Stifterin, die sie in einem entsprechenden Dokument zusammengefasst hat, ist der Zusammenhalt aller Generationen im Heimatort.

Die Stadt Hohenberg a. d. Eger hat das gespendete Vermögen in die gemeinnützige Yamakawa – Seniorenhaus Stiftung eingebracht, deren Zweck die Förderung der Altenhilfe in Hohenberg a. d. Eger und Umgebung ist und die zugleich mit ihrem Namen die Erinnerung an die Stifterin pflegen soll.

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Das Yamakawa-Seniorenhauses bietet vier Teilbereiche:

1. Tagespflege
Die Tagespflege ist ein wichtiger Baustein im Yamakawa Seniorenhaus zur Versorgung älterer Menschen. Sie richtet sich an all jene, bei denen die ambulante Pflege zu Hause nicht mehr ausreicht, aber die stationäre Pflege in einem Stationären Pflegeheim noch nicht notwendig oder keine gewünschte Alternative ist. Die maximal 14 Gäste der Tagespflege wohnen weiterhin zu Hause, werden aber tagsüber in der Einrichtung von qualifizierten Mitarbeitern betreut.

Die Tagespflege fördert und aktiviert die praktischen Fähigkeiten der Gäste und bietet Ab-wechslung, Geselligkeit und soziale Kontakte. Sie soll die Gäste zudem individuell fördern und dazu beitragen, die eigene Wohnung und die vertraute Umgebung so lange wie möglich zu erhalten. Darüber hinaus leistet die Tagespflege einen ganz wesentlichen Beitrag zur Entlastung der pflegenden Angehörigen.

2. Ambulant betreute Wohngemeinschaft
Die ambulant betreute Wohngemeinschaft (ABWG) wurde für zwölf Mieter geschaffen. Dabei tritt die Aquila gGmbH als Vermieter auf. Kennzeichen einer ABWG ist die Selbstbestimmtheit der Senioren. Alles von Belang für das tägliche Leben müssen die Mieter, beziehungsweisen deren Vertreter, selbst regeln. Das betrifft die Hausordnung sowie die Mahlzeiten und Aktivitäten im gemeinsamen Wohn- und Essbereich. Die Senioren haben auch ihren Pflegedienst sowie die Art und den Umfang der Leistungen frei bestimmt. Pflege- und Mietvertrag sind dabei völlig unabhängig voneinander. Pflege- und Betreuungsdienst sind lediglich Gäste in der ABWG.

3. Ambulant betreute Wohngemeinschaft für Intensivpflegebedürftige
Mit den gleichen konzeptionellen Rahmenbedingungen wie in der ambulant betreuten Wohngemeinschaft wurde eine kleine abgeschlossene Wohngemeinschaft für vier intensivpflegebedürftige Menschen geschaffen.

4. Treffpunkt Hohenberg
Dieser Gebäudeteil ist nicht täglich geöffnet. Mieter, aber auch die gesamte Hohenberger Bevölkerung und die Vereine bzw. Verbände sollen hier die Möglichkeit haben, miteinander zu Feiern und sich für verschiedenste Veranstaltungen und Aktivitäten zu treffen.

Die Stadt Hohenberg a. d. Eger und die Stiftung legen größten Wert auf generationenüber-greifende Begegnung in dieser Einrichtung. Bei einem Miteinander von Jung und Alt profitieren beide Altersgruppen erheblich.  Die Gewissheit, mit Menschen jüngerer Generation in Kontakt zu treten, löst das Gefühl von Zugehörigkeit und das Bewusstsein, am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können, aus. Gerade für Menschen in der letzten Phase ihres Lebens ist es besonders wichtig, auch in Kontakt mit Jüngeren zu sein. Dies ist in der Regel sogar noch wichtiger für das persönliche Wohlbefinden als der gesundheitliche Zustand.